Benutzer-Werkzeuge

Webseiten-Werkzeuge


reisen:island:reise

Island Reisebericht

Tag 17 - In den Westfjorden

Wir schliefen etwas länger und frühstückten in Ruhe. Es war ja Sonntag. Nebenbei wurden auch die letzten News gepostet. Mittag starteten wir Richtung Dynjandi Wasserfall. Es war bewölkt, etwas wärmer (knapp 10 Grad) und bissel weniger windig. Die Westfjorde sind sehr kontrastarm. Es gibt viele Brauntöne in den Bergen und Ebbebereichen, sowie matte, blasse Grüntöne. Die Straße hatte einmal 16 % Steigung über mehrere Serpentinen. Auf einer ungeteerten Piste rauschte ein Truck an uns vorbei. „Schöne“ Dreckwolke, die sich da hinterherzieht. Hin und wieder sieht man Leute beim Sammeln von Heidelbeeren. Es wird schon wieder kälter und windiger. Die Isländer bauen auch Sonntags Straßen, mit richtig schwerem Gerät und quer durch den Fjord. Zum Nachmittag fing es dann wieder an zu regnen. Auf den unasphaltierten Straßen wurde das Fahren dann zu einer 120% Sauerei. Den bei Sonne sicher sehr schönen 186 m Wasserfall sind wir trotz Regen fast bis hoch gelaufen. Danach sind wir weiter Richtung westlichster Spitze mit den Vogelklippen gefahren. Am Beginn der Passabfahrt Tunguheiði bekam ich in der lastfreien Rollphase extremes Lenkerpendeln. Im nahen Übernachtungsort Patreksfjörður stellten sich als Grund lockere Hinterradspeichen heraus. Ich musste alle Speichen 2 Umdrehungen nachziehen. Wieder was Neues für den Harleyfahrer! Wir suchten uns nach dem Scheißwetter eine feste Unterkunft.

Dynjandi Wasserfall

Mopped mit Belag

Mopped mit Belag

Beine mit Belag

2013/08/20 08:54

Tag 16 - Zu den Westfjorden

Nach dem Zeltabbau starteten wir auf einen langen Ritt Richtung Westfjorde. Es war kalt, bewölkt und sehr windig. Die asphaltierte Ringstraße geht oft kilometerlang gerade aus. Langweilig. Am Anfang der Westfjorde brach wieder die Sonne durch. Welch eine Begrüßung! Kalt und vor Allem windig blieb es. Wir quartierten uns gemäß des Tipps des Hamburgers in Reykólar ein. Wir entschieden uns gegen Zelt und für eine feste Unterkunft. Schön duschen. Nur beim Essen mussten wir auf Kaltreserven zurück greifen, da wir den Einkauf vergessen hatten. An Bier hatten wir aber gedacht. Danach schlummerten wir ein.

Unterkunft Reykólar

2013/08/18 13:54

Tag 15 - Akureyri

Der Tag beginnt wolkenverhangen und regnerisch. Wir starten trotzdem zu einer Runde um die Tröllaskagi Halbinsel. Der Regen begann auf der Ostseite und begleitete uns bis zur Spitze, wo wir uns in Siglufjörður bei Kaffee und Kuchen aufwärmten. Auf der weiteren Runde hörte der Regen auf, die Wolken blieben und verhinderten tiefhängend den Blick auf die umgebenden Berge. Es bließ ein kalter Wind. Zurück ging es entlang der Öxnadalsá über den Pass Öxnadalsheiði. Da brach sogar die Sonne durch die Wolken. Sie wärmte aber nur ein wenig. Zurück in Akureyri gingen wir zusammen mit einem Hamburger Jeep-Reisenden essen. Rub23 hieß das extravagante Restaurant, Spezialitäten Sushi und Fisch. Ich aß arktischen Saibling - sehr lecker mit einer Zitronen-Soja-Soße, die man aus vielen verschiedenen auswählen konnte. Am Zelt reichte der Hamburger noch eine ordentliche Runde vorgemixten Cocktail Planters Punsch und danach ging's angetüttelt ins Bett.

Pool in Hofsós

2013/08/18 11:54

Tag 14 - Askja Teil 3

In der Nacht hatte es geregnet. Daher gab es nun den Wind, etwas weniger stark, ohne Sand und Staub. Angenehm. Allerdings waren alle Sachen, auch im Vorzelt Sand gepudert. Wir räumten zusammen, frühstückten und stellten alle schweren Gepäckstücke an die Seite einer Schutzhütte. Wir fuhren also nur leicht bepackt die 8 km durch ein Lavafeld zur Askja. Einfach. Die letzten 2,5 km waren dann ein Wanderweg durch Lavasand (Asche). Da war er nun der See im Vulkankrater. Für mich nicht soo spektakulär. Da haben mich die Landschaftsformen, die so eine Vulkangegend hervorbringt wesentlich mehr und nachhaltiger beeindruckt. Wir fuhren zurück, schnallten unser Gepäck an die Moppeds (ich noch mit 25 kg-Schein) und fuhren die recht gut ausgebaute F88 ca. 80 km zurück. Die sandigen Passagen hatte gerade ein Straßenbaugerät frisch abgezogen. Dafür war ich den Trollen dankbar. Daher galt es nur 3 Furten zu queren. Wir sind alle 3 vorher abgeschritten. Nach der Ersten ist durch die Bugwelle irgendwie Wasser in den Luftfilter und leider, wie auch immer, in den Vergaser gekommen. Das hieß, bissel Schrauben am Luftfilter. Der Vergaser ließ sich zum Glück durch Choke und am „Hahn drehen“ reaktivieren. Die anderen Furten bin ich langsam mit Mitlaufen durchfahren. Dadurch gab's keine Welle, aber dafür nasse Stiefel. Bei unter 10 Grad auch keine Freude, aber was tut man(n) nicht alles für's Mopped. Nach ca. 100 km hatten wir wieder die asphaltierte Ringstraße erreicht. Ein geiles Gefühl. Wir fuhren auf ihr weiter nach Westen bis Akureyri und schlugen dort abends unsere Zelte auf. Die Pistenerfahrung hat für mich gezeigt, ich bin Straßenfahrer. Kies und Schotterpisten mit festem Grund kann ich fahren. Aber es fordert von mir immer volle Konzentration und strengt daher wesentlich mehr an als Straße fahren. Sandpisten kann ich gar nicht ab. Nach 24 Jahren Straßenerfahrung mit Moppeds, bekomme ich die Sandfahrtheorie nicht umgesetzt. Daher ist echtes Endurofahren für mich keine Urlaubsoption (mehr). Das beeindruckende isländische Hochland sieht mich aber sicher mit einem 4×4 wieder. Es gibt noch so viel zu entdecken.

Tafelberg Herðubreið nahe der Askja

Furt abschreiten,  Weg suchen

Furt durchfahren

2013/08/18 08:54

Tag 13 - Askja Teil 2

Da mein Fuß noch schmerzte und auch unterhalb meines Knies etwas weh tat, nahm ich das Angebot an und war froh, dass ein „Resscue Team“(Sanitäter) vorbei kam und sich meine Problemstellen anschaute. Nach 3 Stunden waren sie von der Askja mit einem Monstergefährt zu 6. da. Die hatten gleich einen Ausflug gemacht. Sie verbanden Fuß und Knie und bestätigten, dass es nichts ernstes ist und fuhren wieder. Wir packten zusammen und starteten auch auf die knapp 60 km lange Strecke zur Askja. Es kamen wieder alle Arten von Pisten, wobei Sand extrem überwog und ich mich wieder nur sehr langsam durchquälte. Die Theorie, schneller zu fahren, wenn das Vorderrad wegdriftet bekam ich im Sand nicht umgesetzt. Nach 5 Stunden und völlig geschafft waren wir am steinigen Zeltplatz der Askja. Blicke für die faszinierende und beeindruckende Landschaft hatte ich bei der Tortur leider nur wenige. Das Wetter war die ganze Zeit bewölkt und manchmal tröpfelte es. Es gab wieder recht viel Wind, der uns den Sand überall hin bließ. Wir stellten unser Zelt auf den sandigen, steinigen Boden, aßen was Warmes aus der Tüte und flüchteten vor dem Sandwind ins Zelt.

Askja Sandwüste -  einfacher Teil

2013/08/17 19:56

Tag 12 - Askja Teil 1

Island begrüßte uns wieder ziemlich windig. Trotz Sonnenschein war es morgens kühl. Bei ein paar weißen Wolkenfeldern sollte es wohl ein schöner Tag werden. Leider starteten wir erst nach dem Mittag zu unserem großen Tripp zur Askia. Auch die Teneré benötigt vorher noch einen großen Schluck aus der Ölpulle. Gibt es nur nicht überall, was wieder etwas Zeit kostete. Dann ging es endlich los. Leider mit vollem Gepäck, da sich die Idee, einen Teil unterzustellen, nicht umsetzen ließ. Die gewählte, abgelegene Piste war anspruchsvoll, besonders die sandigen Passagen forderten volle Konzentration. Ich fuhr verhalten schnell. Nach einen kleinen Auffahrt mit Rechtsbiegung war es dann doch passiert. Die Teneré rutschte mit mir weg. Leider war mein rechter Fuß unter der Packtasche, Fuß verstaucht. Es schien aber nicht ganz so schlimm zu sein. Holger und Robert nahmen einen großen Teil meines Gepäckes, damit mein Mopped leichter war. Wir fuhren weiter über Kies- und Schotterpisten und Lavafelder. Das war fahrbar. Doch mit den immer wieder auftauchenden Sandpassagen kam ich nicht klar. Wir kamen nur sehr langsam voran. Da hatten die anderen Beiden wesentlich mehr Erfahrung. Es kostete aber Allen Kräfte. Zur Askja schafften wir es heute nicht mehr und stoppten an einer Schutzhütte. Dort waren 4 Freiwillige, die Pistenmarkierungen pflegen, und 2 Geologen, die Vermessungen vornehmen. Wir kamen auch noch unter und kochten uns schnell was aus der Tüte. Sehr geschafft und müde ging es ins Bett.

2013/08/17 14:56 · Evi Enduro

Tag 11 - Mývatn

Wie angekündigt startete der Tag mit blauem Himmel und vollem Sonnenschein. Allerdings war auch die vergangene, klare Nacht so kalt, dass alles Feuchte mit Raureif überzogen und zum Teil auch gefroren war. So geil kann trotzdem Isländischer Sommer sein. Die Sonne nutzten wir am Vormittag um alle klammen Klamotten und die Zelte durchzutrocknen. Nach dem Mittag starteten wir zu einer Runde um den Mývatn. Das erste Ziel Dimmuborgir war gleich um die Ecke. Es war ein Tipp von einem Färöerer, den wir auf der Fährfahrt getroffen hatten. Dort sahen wir Lavaformationen, die aus speziellen Gegebenheiten entstanden waren. Als nächstes steuerten wir über eine unbefestigte Piste einen kleinen Bergsee an. Nach einer kleinen Stärkung nahmen wir noch einmal die mehr oder weniger vergangenen und aktuellen Vulkantätigkeiten am Krafla näher in Augenschein. Zum Abend nahmen wir noch den ungewöhnlichen Ölaustritt an meiner Teneré in Augenschein. Das endete im Tank an- und abbauen einschließlich Sturzbügel. Zum Glück war es offensichtlich nichts ernstes, sondern nur eine unglücklich verstopfte Motorentlüftungsleitung. Kurz nach Mitternacht schliefen wir.

Morgen am Mývatn

2013/08/17 11:54 · Evi Enduro

Tag 10 - Dettifoss Die Zweite

Am frühen Morgen regnete es auf unsere Zelte. Auch später war es noch feucht und kalt. Der warme, kleine Küchenraum war gut besucht. Wir nutzen einen günstigen Moment und fuhren gegen Mittag weiter. Erster Stopp war ein bizzares, schönes Tal der Jökulsá bei Hljóðaklettar. Als nächstes bestaunten wir ein Stück flussabwärts ein trockenes Flussbett mit Wasserfallkante bei Ásbyrgi. Zum Glück klarte es langsam auf und unsere zweite Anfahrt zum Dettifoss, dieses Mal von der anderen Seite, ließ dieses Naturschauspiel geniesen. Auf dem Weg zum See Mývatn brach die Sonne endgültig durch. Das Geothermalgebiet nahe des Sees wirkte nun bei blauem Himmel und tief stehender Sonne noch einmal beeindruckender. Kurz vor Ladenschluss verpflegten wir uns noch schnell und bauten auf einem Zeltplatz etwas abseits vom See unsere Zelte auf.

Basaltlava in Hljóðaklettar

Basaltlava in Hljóðaklettar

2013/08/17 08:54

Tag 9 - Husavik

Wieder ein bizzar bewölkter Tag mit gelegentlichen Sonnendurchbrüchen und häufig Regen. Wir starteten recht spät kurz vor Mittag. Erstes Ziel war Reykalið. Sonnig! Die Straße/Piste dorthin führte uns durch eine markante, wechselhafte Lavalandschaft. Als nächstes fuhren wir zur Krafla, an dessen Bergfuß sich ein aktives Geothermalgebiet befindet. Spektakulär! Unser nächstes Ziel war der Wasserfall Dettifoss. Leider war hier wieder Regen. So beschlossen wir, die Runde nicht Richtung Regenwand weiter zu fahren, sondern nahmen den gleichen Weg zurück, allerdings überwog auch da der Regen. Wir teilten uns dann. Ich nahm die Straße, die anderen Beiden einen Offroadtrack, den ein anderer Biker beschrieben hatte. Zum späten Abend kochten wir Chili con Carne und der Tag war zu Ende. Für Morgen steht Walbeobachtung auf dem Plan. Mal sehen, wie uns das Wetter überrascht.

See am Krafla

Der Dettifoss Wasserfall

2013/08/11 08:25 · Evi Enduro

Tag 8 - Der Nordosten

Tag 2 auf Island führte uns von Pórshöfn über die Melrakkasletta-Halbinsel nach Húsavik. Bei bewölktem Himmel und sehr viel Wind erlebten wir die sehr verlassen wirkende Gegend. Häufig wechselte die Natur zwischen Steinwüste und unterschiedlich bewachsener Erde hin und her. Ungefähr in der Mitte der Halbinsel wanderten wir zum nördlichsten Punkt Islands, der außer einem Leuchtturm und viel Meer nichts weiter bot. Wie bereits gestern gab es entlang des Ufers immer wieder jede Menge Treibholz, das wohl aus Sibirien stammen soll. Kurz vor Húsavik ereilte uns dann der erste, ordentliche Regenguß. Zum Glück konnten wir die Zelte danach halbwegs im Trockenen aufbauen. Zum Abendessen gab es dann Pizza (Käse!) bzw. Burger in einem gemütlichen Restaurant.

Käsepizza

2013/08/11 04:00

Tag 7 - Ankunft in Island

Island begrüßt uns mit Sonnenschein bei leicht bewölktem Himmel. Gegen 09:30 Schiffszeit (08:30 Islandzeit) fuhr die Noröna in den Seydisfjödur ein. Nachdem die Frage des Zolls nach Angelzeug verneint war, waren wir auf Island angekommen. Zügig nahmen wir den ersten Pass aus Seydisfjödur heraus nach Egilsstaðir. Ich hatte eine leichte Gänsehaut. Auch ohne Thermounterwäsche lag es wohl eher an der Freude, einen Lebenstraum zu erfüllen, als an der kühlen Luft. Nach Geld holen, Auftanken und Tagesverpflegung kaufen, starteten wir nach Norden zum ersten Ziel Pórshöfn. Wir fuhren mit der 917 unsere erste unasphaltierte, aber gut befestigte Straße. Sie führte uns über den Pass Hellisheiði. Auf Grund des trockenen Wetters war es eine sehr staubige Angelegenheit. Anschließend stärkten wir uns am Gljufursá(einem Wasserfall) mit Kaffee, Tee und leckerem Blauschimmelkäse Ljötur. In Pórshöfn bauten wir die Zelte auf und starteten ohne Gepäck noch einmal zum Leuchtturm auf Langanes. Die Piste war teils schottrig, teils steinig und schon anspruchsvoll für Einsteiger. Das Ziel war weniger toll. Wohl zurück gekehrt, kochten wir uns noch lecker Spirelli und beendeten den sehr sonnigen, aber beständig windigen Tag.

Picknick

2013/08/10 20:45 · Evi Enduro

Tag 6 - Färöer Teil 3

Der Tag gegrüßte uns wieder wolkenverhangen, aber trocken. Wir räumten unser Zeug zusammen, frühstückten und bauten dann das trockene Zelt ab. Dazwischen hatte ich noch meine Heckfederung straffer gestellt und vor Allem Kette geschmiert. Daran muss ich mich auch erst noch gewöhnen, nach all den Touren mit Kardan und Zahnriemen. Vor der Fährabfahrt wollten wir noch die letzten weißen Flecken erkunden. Der erste Stopp war auf dem Hausberg von Tórhavn, dem Somfelli (749 m), ein Tipp aus dem Reisebericht der Mopped-Zeitung. Danach folgten zwei nord- bzw. südwestlich gelegene Ortschaften, Sydradalur (ein Gehöft in herrlicher Natur) und Kitkjúbør (eine hübsche Ortschaft mit Ruine einer alten Kathedrale und einem kleinen Museum). Auf dem Rückweg machten wir noch einen Abstecher zu einem schön gelegenen Bergsee. Zurück in der Stadt war noch Zeit für einen Snack(Bagel und Burger). Anschließend checkten wir zur Fähre nach Island ein. Ich kann Färöer für einen Zwischenstopp nach Island oder auch für einen Urlaub sehr empfehlen. Die Menschen sind sehr freundlich, es gibt beeindruckende Natur(wandern) und auch sehr schöne Motorradstrecken(Berge, schmale Straßen(meist gut asphaltiert), Kurven, Serpentinen). Gegen 18:00 legte die Noröna mit unseren verzurrten Bikes und uns an Bord ab, um am anderen Morgenvormittag in Seyðisfjördur anzulanden. Bei blauem Himmel und Sonnenschein führte uns der erste Fährabschnitt durch die Färöersche Inselwelt zwischen Eysturoy, Borðoy und Kalsoy. Mit einem Abendessen in der Kabine endete der Tag.

Bikes auf Färöer

2013/08/10 20:39 · Evi Enduro
reisen/island/reise.txt · Zuletzt geändert: von 127.0.0.1

Falls nicht anders bezeichnet, ist der Inhalt dieses Wikis unter der folgenden Lizenz veröffentlicht: Public Domain
Public Domain Donate Powered by PHP Valid HTML5 Valid CSS Driven by DokuWiki
Dokuwiki Footer