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island:reise

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Island Reisebericht

Tag 19 - Snaefellsjökull

Der Tag begann bewölkt mit einigen blauen Fetzen. Gegen Zehn rief ich den ADAC an, der mir mit seinem isländischen Partner nur bedingt helfen konnte, da ich ja schon 50 m vor der Werkstatt stand. Wir luden also zuerst die Batterie wieder auf. Danach startete Ecki auch wieder. Die Ladespannug schien auch erst einmal o.k. Zur Sicherheit ließ ich die Batterie noch 30 Minuten weiterladen. Eine weitere Prüfung ergab, dass die Ladespannung wesentlich zu hoch war. Den Effekt hatte ich schon zu Hause festgestellt, aber nicht mehr näher untersuchen können. Ein Yamaha Snowmobil Spezialist wurde gerufen. Er besitzt ca. 125 Stück(!). Mein Cockpit ähnelt dem der Snowmobile gleicher Bauzeit. Einen anderen, passenden Regler hatte er nicht da. Dafür hat er rum telefoniert und war der Überzeugung, es liegt an der Masseverbindung zwischen Batterie und Motor. Die hat er mit Schleifpapier an allen Stellen blank gemacht und es hat erst einmal geholfen. Die Spannung war eher einen Tick zu niedrig, was an der teilgeladenen Batterie gelegen haben soll. 50 € kosteten seine Erfahrungswerte, kein Schnäppchen, aber fair. Die Sonne hatte heute klar gewonnen, blauer Himmel. Nur über dem Snaefellsnes Gebirgszug hingen dunkle Wolken. Wir starteten zu einer Runde um den Gletscher. Erster Stopp war an dem gut bekannten Gehöfft Bjarnarhöfn, wo es den fermentierten Haifisch gibt. Der Fisch wird 4 Wochen in Salz eingelegt und danach 4 Monate luftgetrocknet. Er riecht nach Amoniak und schmeckt streng. Ich habe es weniger extrem empfunden, wenn ich norwegischen Gamal Ost zum Vergleich annehme. Es ist ein bisschen wie Speck. Da die beiden Endurofans gern mal wieder richtige Piste fahren wollten, wählten wir getrennte Routen. Ich wählte nur eine 3-stellige ungeteerte Straße. Hinreichend Offroad für meinen Erfahrungsschatz. Die Ausblicke auf den Snaefellsjökell waren super. Ich beeilte mich mit der Rückfahrt über die gut asphaltierten langezogenen Straßen, um in Stykkishólmur noch ein paar Impressionen im Licht der untergehenden Sonne zu erwischen.

Snaefellsjökull westlich Ansicht

Stykkishólmur

Hostel in Stykkishólmur

2013/10/28 19:33

Zusammenfassung

Was zum Ende noch gesagt werden soll.

2013/10/27 10:41 · Evi Enduro

Tag 24 - Zu den Gletschern

Die Dynamik der Veränderung ist bezüglich Wetter in Island eingeschlafen. Der Regen der Nacht setzte sich mehr oder weniger intensiv bis zum Nachmittag fort. Wir frühstückten kurz vor Mittag und warteten auf den angekündigten Sonnenschein. Der kam dann auch wirklich und wir packten zusammen und starteten auf der Straße 1 weiter Richtung Osten, avisiertes Ziel, der Zeltplatz in Freysnes am Vatnajökull. Präziser ist jedoch die Angabe am Skaftafell National Park, an dem wir die Gletscherzungen Svínafellsjökull und Skaftafellsjökull des größeren Öræfajökull, der wiederum zum bekannten Vatnajökull gehört, sehr nah betrachten konnten. (Verstanden?) Zum (sauberen) Eisabschlagen hat es aber noch nicht gereicht. Nach dem mitternächtlichen Zähneputzen war ein sternklarer Himmel zu sehen. Den großen Wagen hatte ich schnell gefunden. Dann verließen mich meine Astronomiekenntnisse. Unter der Unterhaltung der umherbefindlichen Schafe (wieso schlafen die nicht?) schlief ich ein.

Am Svínafellsjökull beim Skaftafell National Park

2013/10/26 21:54

Tag 25 - Die Gletscher

Gegen Morgen unterhielten sich die Schafe immer noch, oder schon wieder? Ein Wandertouristenbus musste „ewig“ seinen Motor warm laufen lassen. Die Dusche war gletscherkalt. Die Gasflasche war leer, erfuhr ich nach dem Frühstück. Zu spät. Im kurzen Nieselregen fuhren wir Richtung blauen Himmel. Erster Stopp war eine kleine, sehr alte Kirche, eine von 6 dieser Art (Torfbauweise) und die Älteste. Danach kam ein beeindruckender, ruhig gelegener, idyllischer Gletschersee mit großen und kleinen Eisbergen. Da die Islandtrolle noch was gut zu machen hatten, spendierten sie Sonne satt. Hier hätte ich Stunden verbleiben können. Am nächsten, größeren See waren die Eisbrocken größer, dafür gab es auch viel mehr Touristen, Bootsfahrten und Seehunde, sowie einen direkten Strom zum Atlantik. Deshalb lagen die Eisbrocken dann auch am schwarzen Sandstrand. Gigantisch. Als nächstes rissen wir noch paar Kilometer Richtung Osten ab, um die letzten Tage von dort Richtung Hochland zu nutzen. In Höfn, DEM Hummer-Ort, gönnten wir uns eine Pause. Ich probierte eine preisoptimierte Hummerpizza, da der echte Hummer nicht in mein Budget passte. Die Zelte schlugen wir in Breiðdalsvík auf und gönnten uns ein Bier (950 Ikr./ca. 6 Euro) im anliegenden Hotel.

Gletschersee mit Eisbergen/-brocken

Eisbrocken am Strand

Lecker Hummerpizza

2013/10/26 21:54

Tag 20 - Þingvellir, Reykjavík oder doch Selfoss

Heute waren mal wieder Wind, tiefhängende Wolken und Regen die absolut herrschenden Gewalten. Unser Ziel war Þingvellir, der historische Versammlungsort im gleichnamigen Nationalpark. Heftige Sturmböen, Regen und dicke „Wolkensuppe“ begleiteten uns die ersten 100 km. Danach hörte zumindest der Regen erst einmal auf, aber wir waren trotzdem patschnass. Auf der Straße zum Nationalpark waren wieder alle 3 Gewalten beisammen. Da macht Zelten keinen Sinn. Wir suchten eine Bleibe im nahen Mosfellsbær. Ohne Erfolg. Na gut, dann eben nach Reykjavík, das wollten wir ohnehin anschauen. Aber Alles außer Hotel (zu teuer) oder Zelten (zu nass) war voll belegt. Einzig bestätigte Unterkunft gab es im Hostel im ca. 50 km entfernten Sellfoss. Also fuhren wir im strömenden Regen und durch Nebel dahin und waren endlich im Trockenen. Das Unschöne, die Wettervorhersage lässt nicht auf Besserung hoffen. Fotos gibt's von dem Elend keine. Zwischendrin hatte ich noch eine gebrochene Speiche im Hinterrad festgestellt. Warum das so anfällig ist? Ich hoffe, ich bekomme es mit den verbliebenen stabilisiert und es brechen nicht noch mehr.

2013/10/26 21:54

Tag 18 - Zur Snaefellsnes Halbinsel

Wir hatten die Unterkunft mit Frühstück gebucht und nutzten das leckere Angebot ausgiebig. Der Tag begann wieder wolkig. Einen kurzen Ansturm der Sonne verlor sie. Auf dem Weg zur Westspitze Islands begann es wieder zu regnen. Prima! Zum Glück vertrieb der Wind die Regenwolken. Wir sahen entfernt im Meer unter den Klippen Seehunde planschen. Auch ein paar junge Möwen konnten wir in den Klippen ausmachen. Leider erfuhren wir auch, dass der Biorythmus der bekannten Papageientaucher (englisch kurz: Puffins) einen Taktslip von ca. 8 Stunden zu unserem hat. Das heißt, sie wären erst Abends gegen 20 Uhr wieder an den Klippen gewesen. Schade! Wir fuhren weiter Richtung Süden, um fermentierten Hai zu probieren und um den Gletscher Snaefellsjökull zu umrunden. Den Plan mit der Fähre den Weg abzukürzen, verwarfen wir wegen der Kosten und dem fehlenden Zeitvorteil. Dafür durften wir wieder über die Pässe und Buchten der Straße 60 zurück. Die Straßeninformation zeigte beim Wind eine rote 18 (18 m/s?). Jedenfalls ging es zum Teil nur mit 60 km/h und ordentlich schräg gegen den unstetig blasenden Wind gelehnt voran. Manche Kurve musste auch mit entgegengesetzter Schräglage durchfahren werden. Es regnete immer mal wieder, was die Dreckschicht auf den Bikes anwachsen ließ (ungeteerte Straßen). Beim Aufwärmen und Einkaufen erfuhren wir von einem ausgewanderten Sachsen, dass es Schnee in den Bergen geben soll. Der Wind war locker kalt genug dafür. Bei der Weiterfahrt zum Ziel Stykkishólmur sahen wir dann auch die ersten frisch eingezuckerten Berggipfel, am 19. August(!). Bei der Suche nach dem Zeltplatz musste ich feststellen, dass ich die letzte Zeit auf Batterie gefahren sein musste. Sie war leer. Das hieß aber auch, dass die Teneré einen Defekt im Ladesystem(Lima, Regler) hat. Sch… Wir entschieden uns nun doch wieder für warm und trocken und buchten 3 Betten in einem Hostel. Morgen muss der Moppeddoktor ran.

2013/10/26 21:54

Tag 28, 29 und 30 - Heimfahrt

Zweieinhalb Tage Fährfahrt mussten wir überstehen, voll eingeschränkter Möglichkeiten, die Zeit rum zu kriegen. Bei der Ausfahrt aus Seyðisfjörður erfuhren wir von einer deutschen Reisegruppe, dass die Fähre in Tórshavn 6 Stunden Aufenthalt hatte. Zur Abwechslung Landgang in der Färöerschen Hauptstadt, cool. Das Wetter war bewölkt und mild. Holger wollte ein paar Geocaches finden. Dadurch streiften wir durch etliche Straßen und Gassen. Tórshavn ist eine gemütliche Hauptstadt. Es gibt einen kleinen, hübschen Park, etliche Skulpturen, keine Großstadthektik. Der erste Tag war überstanden. Ansonsten boten nur die vorgebuchten Mahlzeiten weitere Abwechslung. Das Frühstücksbuffet war prima, wobei mir süße Aufstriche und Obst reichten. Das Mittagessen war echt super, frisch zubereitet und lecker. Nur Abends gab's Kantinenkost auf niedrigem Niveau, zumindest auf die Beilagen bezogen. Im Gegensatz zur Anreise hatte ich diesmal auch mein Ebook mit in der Kabine. Goldwert für den 2. Tag auf dem Meer.

Färöerische Shrimps

2013/09/01 08:03 · Evi Enduro

Tag 27 - Zurück zur Fähre oder doch noch bleiben

Noch so ein Supersommermorgen und später auch -tag. So bleibt der Wiederkehrgedanke sehr gut im Gedächtnis. Aus dem Gespräch mit dem Campingplatzwart am Morgen wurde mir bewusst, dass heute, Mittwoch, unser Abreisetag war. Eigentlich war ich auf Donnerstag aus, was beinah eine (unfreiwillige) Verlängerung des Urlaubs verursacht hätte. So frühstückten wir und packten endgültig zusammen. Da ich noch zum nahen Hengifoss wollte, beeilte ich mich mich etwas mehr als Robert und Holger. Bei herrlichster Mittagssonne startete ich den Aufstieg zum 118 m hohen Hengifoss. Der 2,5 km lange Weg bergan, der zum Ende hin über Fels und Gestein führte, dauerten länger als vermutet und ich kehrte nach 3/4 des Weges zum Parkplatz zurück. Trotzdem ein herrliches Erlebnis, voller Eindrücke und Entspannung, und das zugleich an so einem schönen Tag. Űber die 931, das letzte Mal „gravel road“ (unasphaltierte Straße), fuhr ich nach Egilsstaðir und traf die anderen beiden. Nach dem Ergänzungskauf fürs Abendessen ging es wieder über den Pass Fjarðarheiði nach Seyðisfjörður zurück. Den Weg, den wir vor 21 Tagen gekommen waren. Es war noch Zeit für einen Kaffee, dann checkten wir ein und fuhren kurz darauf in die Fähre. Wieder Moppeds verzurren, Kabine beziehen und aufs Deck für die Abfahrt. 19:30 Islandzeit legten wir ab. Auf Wiedersehn Island!

Der Hengifoss

Seyðisfjörður, An- und Abfahrt der Fähre

Seyðisfjörður, Auf Wiedersehen Island

2013/08/29 14:54 · Evi Enduro

Tag 26 - Eine Runde Island ist zu Ende

Die Trolle und Island wollten in guter Erinnerung bleiben und strengten sich mächtig an. Was für ein Sommermorgen. Mild, Sonnenschein, blauer Himmel und einige weiße Wölkchen. Ich nutze das Angebot vom Hotel, für 500 Ikr. zu duschen. Der ansonsten sehr angenehm ausgestattete Zeltplatz war ja kostenlos. Da Madam Evi auch schon wieder unpässlich, Magenschmerzen, war, prüfte ich als nächstes den Luftfilter, voller Öl aus der Motorentlüftung. Versteh ich nicht. Naja, erst mal reinigen. Ursache ergründen muss ich später. Wir räumten zusammen und fuhren nach Egilsstaðir. Frühstück gab es unterwegs bei unserem ersten Stopp in Fáskrúðsfjörður. In Egilsstaðir angekommen, war also eine Islandrunde absolviert. Wir kauften für die letzten 1 1/2 Tage ein und ließen uns auf dem nahen Zeltplatz Atlavík bei Hallormsstaður nieder. Der ist schön hinter einem Birkenwald am See Lagarfljót gelegen. Die Zeit bis zum Abend verbrachten wir unterschiedlich. Holger und Robert hatten sich eine Enduropiste ausgeguckt. Ich fuhr zum gigantischen Hauptstaudamm Kárahnúkur des 700 MW Wasserkraftwerks Fljótsdalsstöð, dass eine Aluminiumhütte versorgt. Zum Ende des wunderschönen Sommertages kochten wir mildes Chilli con Carne und krochen zeitig in die Schlafsäcke, da es vom unmittelbaren Seeufer sehr kühl wurde.

2013/08/28 21:54

Tag 23 Zur grünen Südküste

Den ganzen Tag beherrschten wieder tiefhängende Wolken das Bild. Regelmäßig nieselte es daraus, zur Küste und zum Abend hin immer häufiger. Nur selten durchbrach ein Sonnenspot die graue Suppe. Mein erstes Tagesziel war ein nachgebauter, historischer, alter, isländischer Bauerhof bzw. das zugehörige Torfhaus, das man unter der Asche des Vulkan Hekla ausgegraben hatte (Museumshof Þjóðveldisbær, Ausgrabungsstätte Stöng). Es lag am Rande des Hochlandes Richtung Landmannelaugar. Durch Zufall besichtigte ich aber zuerst das naheliegende Wasserkraftwerk Búrfelsstöd. Eine sehr gut gemachte Ausstellung für lau. Danach fuhr ich auf Grund des Wetters direkt zum Treff nach Vík. Als ich dort zuerst zum dringenden Sprit fassen an die Tanke ranfuhr, standen da 2 deutsche Moppeds, Holger und Robert. Sie waren bei ihrer zweitliebsten Beschäftigung nach Moppedfahren, Burger essen. Hatten aber auch schon die Zelte aufgeschlagen. Da sie eine Piste zum Mýrdalsjökull, die ich wegen der Sandthematik abwählte, probieren wollten, fuhr ich zu 2 nahen Landspitzen. Dort gab es feinsten schwarzen(!) Sandstrand und ziemlich große Wellen mit heftiger Brandung. Eine Spitze war eine Klippe mit Leuchtturm, Dyrhólaey. Als ich nach paar Fotos zurück gehen wollte, entdeckte ich 5 m neben mir 2 Puffins. Juhu! Geil! Total niedlich. Der erste Fotoversuch schlug fehl, da ich trotz gebückter Haltung noch viel zu bedrohlich wirkte. Sie flogen weg. Einen konnte ich später noch knipsen. Auf dem Rückweg sah ich dann einen ganzen Schwarm in der Luft, locker 50 Stück. Am Zeltplatz konnten wir die Rester einer größeren, deutschen Reisegruppe vertilgen. Curry, nicht meine erste Wahl, aber satt war ich. Ein erlebnisreicher Tag war zu Ende.

Unser Hostel in Selfoss

Die kleinen Autos der Isländer

Der schwarze Sandstrand bei Vík

2013/08/25 11:29 · Evi Enduro

Tag 22 - Reykjavík

Wie fast gewohnt begann der Tag mit Regen. Mein Anruf bei Artic Trucks, der Yamaha Vertretung, bezüglich Speichen hatte nur zum Teil Erfolg. Sie hatten keine im Lager. Die Lieferung dauert knapp eine Woche. Sie hatten mir eine kleine Werkstatt empfohlen. Vielleicht konnten die helfen. Nach dem Frühstück zog ich die Regenpelle über und fuhr hin. Der Mechaniker versuchte sein Bestes und bog andere Speichen zurecht. Das dauerte von Elf bis kurz vor Vier und kostete beachtliche 30.000 Kronen, was fast 200 Euro sind. Die Erfahrung war also ganz anders als in Stykkishólmur mit dem Snowmobilfan. Danach fuhr ich ins Zentrum von Reykjavík und schaute mir im Nieselregen die bedeutensten Sehenswürdigkeiten an. In der Hallgrims-Kirche spielten ein Organist und ein Trompeter gemeinsam. Sehr hörenswert! Die zentrale Innenstadtmeile hat mir ganz gut gefallen, nicht zu weitläufig, paar interessante Kneipen und natürlich Boutiquen. Auch wenn es auf dem Rückweg kurz aufzuhellen schien, in Selfoss pisste es wieder. Bilder hab ich nur mit der Nicon gemacht. Auf Grund der Wehwehchen meiner Teneré muss ich feststellen, dass sie eher kein jung gebliebener, dynamischer älterer Herr (Ecki) ist, sondern eher eine betagte, anspruchsvolle, sensible Dame. Ich werde sie daher auf Evi umtaufen. Holger und Robert hatten sich heute Richtung Landmannalauger aufgemacht. Morgen treffen wir uns in Vík wieder.

2013/08/23 22:44 · Evi Enduro

Tag 21 - Der goldene Zirkel

Der Tag begann trüb. Die Temperaturen sind aber niedrig zweistellig, was schon mal positiv ist. Für heute hatte jeder andere Ambitionen, den „Unterwassertag“ zu verarbeiten. Holger zog es Richtung Rand des Hochlandes und Robert nach Reykjavík. Ich nähte erst einmal die aufgerissenen Seitennähte meiner Regenjacke, die eigentlich eine Arbeitsjacke ist und den Sturm der vergangenen Tage nicht verkraftet hatte. Danach versuchte ich die wieder gelockerten Speichen meines Hinterrades nachzuziehen. Eine war ja gebrochen. Das Ergebnis war frustrierend. 2 weitere drehten sich beim Versuch sie fester anzuziehen ab. 3 abgerissene Speichen. Der Rest war halbwegs fest. Da die Wolkendecke aufriss, entschloss ich, in den goldenen Zirkel zum Gullfoss und zum Geysir zu fahren. Diese Touristenroute entlang begleitete mich schönster Sonnenschein. Vom Gullfoss konnte ich sogar ein Stück Gletscher Langjökull sehen. Da das Wetter noch aushielt, erweiterte ich meine Runde zum historischen Zentrum Þingvellir. Ein wirklich bemerkenswerter Ort, sehr idyllisch und ruhig. Es lässt sich nachvollziehen, warum man sich hier versammelte. Dazu kommt ja noch die geologische Bedeutung, da hier 2 Kontinentalplatten (nordamerikanische und eurasische) auseinander trifften. Auf dem Rückweg holte mich dann die letzten 10 km wieder der Regen ein. Morgen muss ich in Erfahrung bringen, ob in Reykjavík meine Speichen repariert werden können.

Der Gullfoss Wasserfall

Der Geysir als Namensgeber der heißwasserspukenden Löcher, aber inzwischen ruhender See

2013/08/23 21:43 · Evi Enduro

Tag 17 - In den Westfjorden

Wir schliefen etwas länger und frühstückten in Ruhe. Es war ja Sonntag. Nebenbei wurden auch die letzten News gepostet. Mittag starteten wir Richtung Dynjandi Wasserfall. Es war bewölkt, etwas wärmer (knapp 10 Grad) und bissel weniger windig. Die Westfjorde sind sehr kontrastarm. Es gibt viele Brauntöne in den Bergen und Ebbebereichen, sowie matte, blasse Grüntöne. Die Straße hatte einmal 16 % Steigung über mehrere Serpentinen. Auf einer ungeteerten Piste rauschte ein Truck an uns vorbei. „Schöne“ Dreckwolke, die sich da hinterherzieht. Hin und wieder sieht man Leute beim Sammeln von Heidelbeeren. Es wird schon wieder kälter und windiger. Die Isländer bauen auch Sonntags Straßen, mit richtig schwerem Gerät und quer durch den Fjord. Zum Nachmittag fing es dann wieder an zu regnen. Auf den unasphaltierten Straßen wurde das Fahren dann zu einer 120% Sauerei. Den bei Sonne sicher sehr schönen 186 m Wasserfall sind wir trotz Regen fast bis hoch gelaufen. Danach sind wir weiter Richtung westlichster Spitze mit den Vogelklippen gefahren. Am Beginn der Passabfahrt Tunguheiði bekam ich in der lastfreien Rollphase extremes Lenkerpendeln. Im nahen Übernachtungsort Patreksfjörður stellten sich als Grund lockere Hinterradspeichen heraus. Ich musste alle Speichen 2 Umdrehungen nachziehen. Wieder was Neues für den Harleyfahrer! Wir suchten uns nach dem Scheißwetter eine feste Unterkunft.

Dynjandi Wasserfall

Mopped mit Belag

Mopped mit Belag

Beine mit Belag

2013/08/20 08:54

Tag 16 - Zu den Westfjorden

Nach dem Zeltabbau starteten wir auf einen langen Ritt Richtung Westfjorde. Es war kalt, bewölkt und sehr windig. Die asphaltierte Ringstraße geht oft kilometerlang gerade aus. Langweilig. Am Anfang der Westfjorde brach wieder die Sonne durch. Welch eine Begrüßung! Kalt und vor Allem windig blieb es. Wir quartierten uns gemäß des Tipps des Hamburgers in Reykólar ein. Wir entschieden uns gegen Zelt und für eine feste Unterkunft. Schön duschen. Nur beim Essen mussten wir auf Kaltreserven zurück greifen, da wir den Einkauf vergessen hatten. An Bier hatten wir aber gedacht. Danach schlummerten wir ein.

Unterkunft Reykólar

2013/08/18 13:54

Tag 15 - Akureyri

Der Tag beginnt wolkenverhangen und regnerisch. Wir starten trotzdem zu einer Runde um die Tröllaskagi Halbinsel. Der Regen begann auf der Ostseite und begleitete uns bis zur Spitze, wo wir uns in Siglufjörður bei Kaffee und Kuchen aufwärmten. Auf der weiteren Runde hörte der Regen auf, die Wolken blieben und verhinderten tiefhängend den Blick auf die umgebenden Berge. Es bließ ein kalter Wind. Zurück ging es entlang der Öxnadalsá über den Pass Öxnadalsheiði. Da brach sogar die Sonne durch die Wolken. Sie wärmte aber nur ein wenig. Zurück in Akureyri gingen wir zusammen mit einem Hamburger Jeep-Reisenden essen. Rub23 hieß das extravagante Restaurant, Spezialitäten Sushi und Fisch. Ich aß arktischen Saibling - sehr lecker mit einer Zitronen-Soja-Soße, die man aus vielen verschiedenen auswählen konnte. Am Zelt reichte der Hamburger noch eine ordentliche Runde vorgemixten Cocktail Planters Punsch und danach ging's angetüttelt ins Bett.

Pool in Hofsós

2013/08/18 11:54

Tag 14 - Askja Teil 3

In der Nacht hatte es geregnet. Daher gab es nun den Wind, etwas weniger stark, ohne Sand und Staub. Angenehm. Allerdings waren alle Sachen, auch im Vorzelt Sand gepudert. Wir räumten zusammen, frühstückten und stellten alle schweren Gepäckstücke an die Seite einer Schutzhütte. Wir fuhren also nur leicht bepackt die 8 km durch ein Lavafeld zur Askja. Einfach. Die letzten 2,5 km waren dann ein Wanderweg durch Lavasand (Asche). Da war er nun der See im Vulkankrater. Für mich nicht soo spektakulär. Da haben mich die Landschaftsformen, die so eine Vulkangegend hervorbringt wesentlich mehr und nachhaltiger beeindruckt. Wir fuhren zurück, schnallten unser Gepäck an die Moppeds (ich noch mit 25 kg-Schein) und fuhren die recht gut ausgebaute F88 ca. 80 km zurück. Die sandigen Passagen hatte gerade ein Straßenbaugerät frisch abgezogen. Dafür war ich den Trollen dankbar. Daher galt es nur 3 Furten zu queren. Wir sind alle 3 vorher abgeschritten. Nach der Ersten ist durch die Bugwelle irgendwie Wasser in den Luftfilter und leider, wie auch immer, in den Vergaser gekommen. Das hieß, bissel Schrauben am Luftfilter. Der Vergaser ließ sich zum Glück durch Choke und am „Hahn drehen“ reaktivieren. Die anderen Furten bin ich langsam mit Mitlaufen durchfahren. Dadurch gab's keine Welle, aber dafür nasse Stiefel. Bei unter 10 Grad auch keine Freude, aber was tut man(n) nicht alles für's Mopped. Nach ca. 100 km hatten wir wieder die asphaltierte Ringstraße erreicht. Ein geiles Gefühl. Wir fuhren auf ihr weiter nach Westen bis Akureyri und schlugen dort abends unsere Zelte auf. Die Pistenerfahrung hat für mich gezeigt, ich bin Straßenfahrer. Kies und Schotterpisten mit festem Grund kann ich fahren. Aber es fordert von mir immer volle Konzentration und strengt daher wesentlich mehr an als Straße fahren. Sandpisten kann ich gar nicht ab. Nach 24 Jahren Straßenerfahrung mit Moppeds, bekomme ich die Sandfahrtheorie nicht umgesetzt. Daher ist echtes Endurofahren für mich keine Urlaubsoption (mehr). Das beeindruckende isländische Hochland sieht mich aber sicher mit einem 4×4 wieder. Es gibt noch so viel zu entdecken.

Tafelberg Herðubreið nahe der Askja

Furt abschreiten,  Weg suchen

Furt durchfahren

2013/08/18 08:54

Tag 13 - Askja Teil 2

Da mein Fuß noch schmerzte und auch unterhalb meines Knies etwas weh tat, nahm ich das Angebot an und war froh, dass ein „Resscue Team“(Sanitäter) vorbei kam und sich meine Problemstellen anschaute. Nach 3 Stunden waren sie von der Askja mit einem Monstergefährt zu 6. da. Die hatten gleich einen Ausflug gemacht. Sie verbanden Fuß und Knie und bestätigten, dass es nichts ernstes ist und fuhren wieder. Wir packten zusammen und starteten auch auf die knapp 60 km lange Strecke zur Askja. Es kamen wieder alle Arten von Pisten, wobei Sand extrem überwog und ich mich wieder nur sehr langsam durchquälte. Die Theorie, schneller zu fahren, wenn das Vorderrad wegdriftet bekam ich im Sand nicht umgesetzt. Nach 5 Stunden und völlig geschafft waren wir am steinigen Zeltplatz der Askja. Blicke für die faszinierende und beeindruckende Landschaft hatte ich bei der Tortur leider nur wenige. Das Wetter war die ganze Zeit bewölkt und manchmal tröpfelte es. Es gab wieder recht viel Wind, der uns den Sand überall hin bließ. Wir stellten unser Zelt auf den sandigen, steinigen Boden, aßen was Warmes aus der Tüte und flüchteten vor dem Sandwind ins Zelt.

Askja Sandwüste -  einfacher Teil

2013/08/17 19:56

Tag 12 - Askja Teil 1

Island begrüßte uns wieder ziemlich windig. Trotz Sonnenschein war es morgens kühl. Bei ein paar weißen Wolkenfeldern sollte es wohl ein schöner Tag werden. Leider starteten wir erst nach dem Mittag zu unserem großen Tripp zur Askia. Auch die Teneré benötigt vorher noch einen großen Schluck aus der Ölpulle. Gibt es nur nicht überall, was wieder etwas Zeit kostete. Dann ging es endlich los. Leider mit vollem Gepäck, da sich die Idee, einen Teil unterzustellen, nicht umsetzen ließ. Die gewählte, abgelegene Piste war anspruchsvoll, besonders die sandigen Passagen forderten volle Konzentration. Ich fuhr verhalten schnell. Nach einen kleinen Auffahrt mit Rechtsbiegung war es dann doch passiert. Die Teneré rutschte mit mir weg. Leider war mein rechter Fuß unter der Packtasche, Fuß verstaucht. Es schien aber nicht ganz so schlimm zu sein. Holger und Robert nahmen einen großen Teil meines Gepäckes, damit mein Mopped leichter war. Wir fuhren weiter über Kies- und Schotterpisten und Lavafelder. Das war fahrbar. Doch mit den immer wieder auftauchenden Sandpassagen kam ich nicht klar. Wir kamen nur sehr langsam voran. Da hatten die anderen Beiden wesentlich mehr Erfahrung. Es kostete aber Allen Kräfte. Zur Askja schafften wir es heute nicht mehr und stoppten an einer Schutzhütte. Dort waren 4 Freiwillige, die Pistenmarkierungen pflegen, und 2 Geologen, die Vermessungen vornehmen. Wir kamen auch noch unter und kochten uns schnell was aus der Tüte. Sehr geschafft und müde ging es ins Bett.

2013/08/17 14:56 · Evi Enduro

Tag 11 - Mývatn

Wie angekündigt startete der Tag mit blauem Himmel und vollem Sonnenschein. Allerdings war auch die vergangene, klare Nacht so kalt, dass alles Feuchte mit Raureif überzogen und zum Teil auch gefroren war. So geil kann trotzdem Isländischer Sommer sein. Die Sonne nutzten wir am Vormittag um alle klammen Klamotten und die Zelte durchzutrocknen. Nach dem Mittag starteten wir zu einer Runde um den Mývatn. Das erste Ziel Dimmuborgir war gleich um die Ecke. Es war ein Tipp von einem Färöerer, den wir auf der Fährfahrt getroffen hatten. Dort sahen wir Lavaformationen, die aus speziellen Gegebenheiten entstanden waren. Als nächstes steuerten wir über eine unbefestigte Piste einen kleinen Bergsee an. Nach einer kleinen Stärkung nahmen wir noch einmal die mehr oder weniger vergangenen und aktuellen Vulkantätigkeiten am Krafla näher in Augenschein. Zum Abend nahmen wir noch den ungewöhnlichen Ölaustritt an meiner Teneré in Augenschein. Das endete im Tank an- und abbauen einschließlich Sturzbügel. Zum Glück war es offensichtlich nichts ernstes, sondern nur eine unglücklich verstopfte Motorentlüftungsleitung. Kurz nach Mitternacht schliefen wir.

Morgen am Mývatn

2013/08/17 11:54 · Evi Enduro

Tag 10 - Dettifoss Die Zweite

Am frühen Morgen regnete es auf unsere Zelte. Auch später war es noch feucht und kalt. Der warme, kleine Küchenraum war gut besucht. Wir nutzen einen günstigen Moment und fuhren gegen Mittag weiter. Erster Stopp war ein bizzares, schönes Tal der Jökulsá bei Hljóðaklettar. Als nächstes bestaunten wir ein Stück flussabwärts ein trockenes Flussbett mit Wasserfallkante bei Ásbyrgi. Zum Glück klarte es langsam auf und unsere zweite Anfahrt zum Dettifoss, dieses Mal von der anderen Seite, ließ dieses Naturschauspiel geniesen. Auf dem Weg zum See Mývatn brach die Sonne endgültig durch. Das Geothermalgebiet nahe des Sees wirkte nun bei blauem Himmel und tief stehender Sonne noch einmal beeindruckender. Kurz vor Ladenschluss verpflegten wir uns noch schnell und bauten auf einem Zeltplatz etwas abseits vom See unsere Zelte auf.

Basaltlava in Hljóðaklettar

Basaltlava in Hljóðaklettar

2013/08/17 08:54

Tag 9 - Husavik

Wieder ein bizzar bewölkter Tag mit gelegentlichen Sonnendurchbrüchen und häufig Regen. Wir starteten recht spät kurz vor Mittag. Erstes Ziel war Reykalið. Sonnig! Die Straße/Piste dorthin führte uns durch eine markante, wechselhafte Lavalandschaft. Als nächstes fuhren wir zur Krafla, an dessen Bergfuß sich ein aktives Geothermalgebiet befindet. Spektakulär! Unser nächstes Ziel war der Wasserfall Dettifoss. Leider war hier wieder Regen. So beschlossen wir, die Runde nicht Richtung Regenwand weiter zu fahren, sondern nahmen den gleichen Weg zurück, allerdings überwog auch da der Regen. Wir teilten uns dann. Ich nahm die Straße, die anderen Beiden einen Offroadtrack, den ein anderer Biker beschrieben hatte. Zum späten Abend kochten wir Chili con Carne und der Tag war zu Ende. Für Morgen steht Walbeobachtung auf dem Plan. Mal sehen, wie uns das Wetter überrascht.

See am Krafla

Der Dettifoss Wasserfall

2013/08/11 08:25 · Evi Enduro

Tag 8 - Der Nordosten

Tag 2 auf Island führte uns von Pórshöfn über die Melrakkasletta-Halbinsel nach Húsavik. Bei bewölktem Himmel und sehr viel Wind erlebten wir die sehr verlassen wirkende Gegend. Häufig wechselte die Natur zwischen Steinwüste und unterschiedlich bewachsener Erde hin und her. Ungefähr in der Mitte der Halbinsel wanderten wir zum nördlichsten Punkt Islands, der außer einem Leuchtturm und viel Meer nichts weiter bot. Wie bereits gestern gab es entlang des Ufers immer wieder jede Menge Treibholz, das wohl aus Sibirien stammen soll. Kurz vor Húsavik ereilte uns dann der erste, ordentliche Regenguß. Zum Glück konnten wir die Zelte danach halbwegs im Trockenen aufbauen. Zum Abendessen gab es dann Pizza (Käse!) bzw. Burger in einem gemütlichen Restaurant.

Käsepizza

2013/08/11 04:00

Tag 7 - Ankunft in Island

Island begrüßt uns mit Sonnenschein bei leicht bewölktem Himmel. Gegen 09:30 Schiffszeit (08:30 Islandzeit) fuhr die Noröna in den Seydisfjödur ein. Nachdem die Frage des Zolls nach Angelzeug verneint war, waren wir auf Island angekommen. Zügig nahmen wir den ersten Pass aus Seydisfjödur heraus nach Egilsstaðir. Ich hatte eine leichte Gänsehaut. Auch ohne Thermounterwäsche lag es wohl eher an der Freude, einen Lebenstraum zu erfüllen, als an der kühlen Luft. Nach Geld holen, Auftanken und Tagesverpflegung kaufen, starteten wir nach Norden zum ersten Ziel Pórshöfn. Wir fuhren mit der 917 unsere erste unasphaltierte, aber gut befestigte Straße. Sie führte uns über den Pass Hellisheiði. Auf Grund des trockenen Wetters war es eine sehr staubige Angelegenheit. Anschließend stärkten wir uns am Gljufursá(einem Wasserfall) mit Kaffee, Tee und leckerem Blauschimmelkäse Ljötur. In Pórshöfn bauten wir die Zelte auf und starteten ohne Gepäck noch einmal zum Leuchtturm auf Langanes. Die Piste war teils schottrig, teils steinig und schon anspruchsvoll für Einsteiger. Das Ziel war weniger toll. Wohl zurück gekehrt, kochten wir uns noch lecker Spirelli und beendeten den sehr sonnigen, aber beständig windigen Tag.

Picknick

2013/08/10 20:45 · Evi Enduro

Tag 6 - Färöer Teil 3

Der Tag gegrüßte uns wieder wolkenverhangen, aber trocken. Wir räumten unser Zeug zusammen, frühstückten und bauten dann das trockene Zelt ab. Dazwischen hatte ich noch meine Heckfederung straffer gestellt und vor Allem Kette geschmiert. Daran muss ich mich auch erst noch gewöhnen, nach all den Touren mit Kardan und Zahnriemen. Vor der Fährabfahrt wollten wir noch die letzten weißen Flecken erkunden. Der erste Stopp war auf dem Hausberg von Tórhavn, dem Somfelli (749 m), ein Tipp aus dem Reisebericht der Mopped-Zeitung. Danach folgten zwei nord- bzw. südwestlich gelegene Ortschaften, Sydradalur (ein Gehöft in herrlicher Natur) und Kitkjúbør (eine hübsche Ortschaft mit Ruine einer alten Kathedrale und einem kleinen Museum). Auf dem Rückweg machten wir noch einen Abstecher zu einem schön gelegenen Bergsee. Zurück in der Stadt war noch Zeit für einen Snack(Bagel und Burger). Anschließend checkten wir zur Fähre nach Island ein. Ich kann Färöer für einen Zwischenstopp nach Island oder auch für einen Urlaub sehr empfehlen. Die Menschen sind sehr freundlich, es gibt beeindruckende Natur(wandern) und auch sehr schöne Motorradstrecken(Berge, schmale Straßen(meist gut asphaltiert), Kurven, Serpentinen). Gegen 18:00 legte die Noröna mit unseren verzurrten Bikes und uns an Bord ab, um am anderen Morgenvormittag in Seyðisfjördur anzulanden. Bei blauem Himmel und Sonnenschein führte uns der erste Fährabschnitt durch die Färöersche Inselwelt zwischen Eysturoy, Borðoy und Kalsoy. Mit einem Abendessen in der Kabine endete der Tag.

Bikes auf Färöer

2013/08/10 20:39 · Evi Enduro

Tag 5 - Färöer Teil 2

Der Morgen begrüßt uns ohne Regen, aber mit dunklen Wolken. Nach dem Frühstück starten wir wieder zur Erkundung der Färöerschen Inseln. Am gestrigen Tag waren wir soweit wie möglich östlich gefahren und hatten dabei die Inseln Viðoy, Borðoy und den östlichen Teil von Eysturoy kennen gelernt. Neben den Natureindrücken waren immer wieder die Tunneldurchfahrten spannend. Die Tunnel sind selten weniger als 1 km, einige sogar 4 - 6 km lang. Sie führen durch Felsmassive oder unter Fjorden durch. Die stark befahrenen sind zweispurig und beleuchtet, also gut ausgebaut. Die in entlegende Orte führen sind unbeleuchtet und haben nur eine Spur mit markierten Haltebuchten aller 100 Meter. Bei unserer heutigen westlichen Tour war unser erster Zielpunkt Gäsaladur hinterm Flughafen auf Vargár. Wir nutzten für die Hinfahrt erstmals die Mountain Road aus Tórshavn heraus. Den nächsten größeren Stopp legten wir in Vestmanna auf Streymoy ein und picknickten am Hafen. Die nächsten Etappenziele waren Eiði, Gjogv und Elduvik auf Eysturoy. Auf dem Rückweg aßen wir in Norðskali nach einem Tankstopp noch ein lecker Softeis, nachdem etliche Jugendliche eben deswegen die Tankstelle belagert hatten. Das Thermometer zeigte sommerliche 9 Grad Celsius. Das Wetter bot die ganze Zeit einen Mix aus Wolken, wenigen Aufhellungen und regelmäßig feine Sprühregenabschnitte. Das hielt uns aber nicht auf, vor der Rückkehr noch die letzten beiden beeindruckenden Abschnitte nach Tjörnuvit und Saksun zu fahren. Zum Glück hatte der Supermarkt in Tórshavn bis 23:00 geöffnet. So konnten wir uns halb Zehn noch versorgen. Der Tag endete erlebnisreich und geschafft kurz nach Mitternacht.

Lecker, Eis

2013/08/10 09:00 · Evi Enduro

Tag 4 - Färöer Teil 1

Nach unserer nächtlichen Ankunft in Tórshavn konnten wir im Trockenen unser Zelt in der Nähe des Hafens aufbauen. Nach einer etwas kurzen Nacht begrüßte uns am Montag die Morgensonne. Wir frühstückten gemütlich im Freien. Danach starteten wir zur Inselerkundung in die weitest entlegende, per Straße erreichbare Region - nach Viðaheiði auf Vidoy. Angekommen stärkten wir uns mit Rababerdessert (lecker) bzw. Apfelstrudel und besichtigten eine Kirche, die wir aus einem Reisebericht kannten. Zuvor waren wir an der Südspitze von Eysturoy und warfen einen Blick auf Tórshavn. Unser nächster Stopp in Fuglafjørdur war nur kurz, da leider entgegen der Vorhersage nun doch der Regen einsetzte. Das nächsts Ziel Oyndarfjødur fuhren wir trotzdem noch an und bekamen „rocking stones“ zu sehen. Im Meer bewegten sich ufernah große Lavagesteinsbrocken mit der Brandung. Danach nervte der Regen derart, dass wir den Rückzug antraten und den Tag beim Abendessen und Färöerischem Bier ausklingen ließen.

Camping Färöer

Landkarte Färöer

2013/08/05 21:39 · Evi Enduro

Tag 3 - Die erste Fährfahrt

Ungeschickter Weise hab ich die Reiseführer in der Packtasche vergessen. Während der Fahrt ist da kein Rankommen. Ohne Lesestoff wird das ein langer Tag. Bordzeit ist Londonzeit, also eine Stunde vor Deutscher Zeit. In der Nacht wurde die See schon rauer. Das Schiff rollte ordentlich. Gegen 09:00 gab es ein gutes Frühstück und danach einen Bordspaziergang. Am Horizont war im Dunst Land in Sicht. Kurz vor 12:00 passierten wir die Shetland Inseln. Dort war es richtig windig und entsprechend schaukelte es und der Kahn rollte. So schipperten wir weiter, bis auf Holger war uns anderen beiden etwas flau im Magen. Mittag gab's natürlich trotzdem und auch Duschen geht bei dem Geeier auf Grund der gut 4 m hohen Wellen. Das nächste Mal Land in Sicht - Färöer. Hübsch die Inseln mit ihren zahlreichen Lichtern. Die Färöer empfingen uns wie erwartet landestypisch wolkenverhangen mit ein paar Spritzern. Es blieb an Land aber trocken. So konnten wir in Ruhe das erste Mal unser Zelt aufschlagen.

Shetland

Färöer

2013/08/05 06:22 · Evi Enduro

Tag 2 - Das Land der Dänen

Endlich sind die langweiligen Autobahnkilometer geschafft. Die Temperatur in Dänemark war 10 Grad kühler und damit angenehm für's Fahren. Zu dem bedeckten, teilweise dunkel bewölkten Himmel bließ ständig ein teils kräftiger Wind. Nach reichlich 4 Stunden Fahrt waren wir 1,5 Stunden vor Abfahrt am Terminal und wurden direkt zur Fähre dirigiert. Einfahren, Bikes festzurren, Absatteln, danach Kabine suchen. Gerade in der Kabine angekommen, kam schon die Durchsage, dass bald abgelegt wird.Punkt 15:00 (30 Minuten vor Plan) verließen wir bei Sonnenschein und einer frischen Briese Hirtshals.

Fährstrecken

2013/08/04 23:11 · Evi Enduro

Tag 1 - Hitze-Tour

(Schwitztortur)

Die ersten 630 km waren auf Grund der Hitze recht schweißtreibend und anstrengend. Bei konstanten 36 Grad bringt auch der Fahrtwind keine Kühlung mehr. Wir starteten ca. 12:30 in Leipzig und fuhren über A14,A2 bis Braunschweig, weiter die A39, B188 und B4 über Giffhorn, Uelzen und Lüneburg zur A7, dann durch den Elbtunnel an Hamburg vorbei Richtung Flensburg. Etappenziel war gegen 20:00 Schafflund. Noch ne leckere Neptunplatte und 1-2 Holsten, Feierabend.

2013/08/03 05:23 · Evi Enduro

Start

Unser Urlaub beginnt am 02. August 2013.

2013/07/08 20:25 · Evi Enduro
island/reise.1382986101.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)

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